In der Übersicht
Die letzten Tage waren witterungsbedingt sehr turbulent in unserer Region. Zahlreicher Neuschnee bescherte einigen Schülerinnen und Schülern sogar am Montag einen freien Tag. Für die Müllabfuhr gab es keinerlei Durchkommen, sodass die Mülltonnen erst Tage später geleert wurden. Der ÖPNV musste zeitweise am Montag, 26.01.2026, seine Fahrten im Landkreis Aschaffenburg aus Sicherheitsgründen sogar komplett einstellen. Nicht aber unser Bauhof!
Das Team rund um die Leitung von Reiner Müller sorgte in den vergangenen Tagen unermüdlich – von den sehr frühen Morgenstunden bis in die späten Abendstunden – dafür, dass die Straßen und öffentlichen Plätze geräumt wurden, soweit dies bei teilweise Dauerschneefall überhaupt möglich war. Auch galt und gilt es, Übergänge, z. B. an Ampelanlagen, frei zu machen, kleine Verbindungsfußwege oder Gehsteige auf Brücken zu streuen und vieles mehr.
Das Schneeaufkommen war außergewöhnlich groß. Es mussten große Mengen von den Straßen geschoben werden. Dabei ist es technisch nicht anders möglich, als dass der Schnee von den Streufahrzeugen an den Straßenrand geschoben wird. Zugeschobene Hofeinfahrten können nicht verhindert werden. Das ist kein Grund für eine Beschwerde!
Das gesamte Straßennetz des Marktes Hösbach ist in dem Streuplan nach Prioritäten eingeteilt. Der Räum- und Streudienst erfolgt dabei gemäß den Prioritäten im Rahmen der gemeindlichen Möglichkeiten. Dabei werden z.B. Hauptverkehrsstraßen und Straßen mit ÖPNV zuerst geräumt und gestreut. Untergeordnete Straßen, z.B. Stichstraßen und Sackgassen, werden später angefahren. Der Bauhof kann nur im Rahmen seiner Möglichkeiten, mit dem Personal und den Maschinen, die zur Verfügung stehen, Winterdienst fahren.
Räum- und Streupflicht
Dieses enorme Arbeitsaufkommen ist kräftezehrend und fordert sowohl Ausdauer als auch Verantwortung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs sind allen Tätigkeiten mit großem und unermüdlichem Engagement nachgekommen, um insbesondere verkehrswichtige und gleichzeitig gefährliche Stellen bei Schnee und Eisglätte zu räumen und zu streuen. Die Räum- und Streupflicht des Bauhofes greift erst dann, wenn beide Kriterien – verkehrswichtig und gefährlich – erfüllt sind. Auf Grund dieser rechtlichen Vorgabe ergibt es sich, dass viele Straßen gar nicht zu räumen wären, der Bauhof es aber zum Wohle der Bevölkerung tut. Je nach Bedeutung der Straße für den überörtlichen, den Berufs- oder Linienbusverkehr, werden die Straßen von 6.00 bis 20.00 Uhr befahrbar gehalten. Das war in den vergangenen Tagen auf Grund der gefallenen Schneemenge nicht möglich! In der Nachtzeit ist eine uneingeschränkte Befahrbarkeit nicht gewährleistet. Allgemein gilt, dass bei starken, langanhaltenden Schneefällen zeitweise auch schneebedeckte Fahrbahnen in Kauf genommen werden müssen.
Gemeinsammiteinander
Unverzichtbar ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger mit dem öffentlichen Winterdienst gemeinsam das Räumen in Angriff nehmen.
Kritik? – Gerne, aber respektvoll!
Uns ist allen bewusst, dass nicht das gesamte Straßennetz gleichzeitig bedient werden kann und dass Einsätze nicht immer reibungslos verlaufen. Einige Bürgerinnen und Bürger haben in dieser Zeit Kritik geäußert – teils mit sehr heftigen Worten gegenüber unseren MitarbeiterInnen. Es wurden Beschimpfungen und Beleidigungen ausgesprochen und geschrieben, die in dieser Art und Weise unangebracht sind! Als Gemeinde legen wir Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander. Unser Bauhof arbeitet unter schwierigen Bedingungen mit begrenzten Ressourcen und trifft täglich Entscheidungen, die der Sicherheit und dem Gemeinwohl dienen. Kritik ist wichtig und hilfreich, solange sie konstruktiv bleibt und der Anstand gewahrt wird. Wir nehmen Hinweise ernst, prüfen Prozesse und arbeiten daran, Abläufe weiter zu verbessern. Unabdingbar aber hierfür ist, ein gegenseitiger respektvoller Umgang miteinander!
Dies bitten wir zu beachten.
Wir danken dem gesamten Bauhofteam für den kräftezehrenden, enormen Einsatz und wünschen weiterhin gutes Gelingen – hoffentlich nicht mehr von solchen vielen Wintereinsätzen wie in den vergangenen Tagen.
Ihr Bürgermeister
Frank Houben
Foto: MH / ReM
