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Kommunale Wärmeplanung

Infoabend im Bürgersaal - Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung in Hösbach vorgestellt

Infoabend im Bürgersaal - Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung in Hösbach vorgestellt

Wie wir in Zukunft heizen, gehört zu den zentralen Fragen der kommenden Jahrzehnte. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Energiewende erfordern innovative und nachhaltige Lösungen. Mit ihrer gemeinsamen kommunalen Wärmeplanung haben die Marktgemeinden Goldbach und Hösbach einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft getan. Beim Infoabend im Bürgersaal wurden nun die Ergebnisse den gut 40 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern präsentiert.

Was passt wo?
Für die Durchführung der Planung ist die BfT Energieberatungs GmbH verantwortlich. Sie analysierte, wie in Hösbach derzeit geheizt wird und welche Potenziale der Ort für erneuerbare Energien bietet. Für Simon Sauer, Geschäftsführer der BfT, zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab: „Ähnlich wie in Goldbach ist es auch in Hösbach so, dass es im Großen und Ganzen wenig Möglichkeiten gibt, viele Gebäude an ein zentrales Wärmenetz anzuschließen. Die Hösbacher brauchen daher individuelle Lösungen, um die Anforderungen ab 2029 zu erfüllen.“
Ein entscheidender Hebel sei die energetische Sanierung: „Wer seinen Altbau saniert, reduziert schon heute Heizkosten und CO₂-Ausstoß. Außerdem gelingt der spätere Umstieg auf moderne, nachhaltige Technologien wie die Wärmepumpe deutlich einfacher.“

Fachmeinungen einholen
Im Anschluss brachte Jan Rettinger von der gleichnamigen Energieberatung aus Kahl am Main mit seinem Vortrag Struktur in den oft unübersichtlichen Dschungel der Förderprogramme. Er zeigte auf, welche Mittel aus welchen Fördertöpfen in welcher Höhe genutzt werden können.
Zudem wurde die regionale Kampagne „Heimvooorteil!“ der Energieagentur Bayerischer Untermain vorgestellt. Die Website richtet sich besonders an Menschen, die am Anfang ihrer eigenen Wärmeplanung stehen und sich einen ersten Überblick über mögliche Technologien und Kosten verschaffen möchten. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, direkt Kontakt zu regionalen Handwerksbetrieben aufzunehmen.

Austausch mit Experten
Zum Abschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, individuelle Fragen an die Fachleute zu richten. Der offene Austausch bot wertvolle Orientierung für anstehende Investitionen und klärte zahlreiche technische wie organisatorische Details. Die Gemeinde kündigte an, auch künftig weitere Informations- und Beratungsangebote zur kommunalen Wärmeplanung bereitzustellen.

Information ist der Schlüssel

Der Infoabend wurde sowohl von den Besucherinnen und Besuchern als auch von den Organisatoren positiv bewertet. Hösbachs Bürgermeister Frank Houben betonte: „Die Umsetzung eines so großen Projekts mit vielen Herausforderungen beginnt immer in der kleinsten Einheit – beim einzelnen Bürger in den Gemeinden. Wichtig ist uns, dass sich niemand auf diesem Weg allein gelassen fühlt. Mit solchen Veranstaltungen schaffen wir eine klare und transparente Kommunikation.“
Auch Thomas Vollmuth, Geschäftsführer des E-Werks, unterstrich die Bedeutung guter Information: „Es ist wie so oft im Leben: Informationen schaden nur dem, der sie nicht hat. Und gerade bei einem Thema, das politisch und emotional teilweise sehr aufgeheizt ist, ist es sinnvoll, in Ruhe über Fakten zu sprechen und Hilfestellung zu geben.“

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Kommunale Wärmeplanung in Hösbach: Entwurf zeigt Weg zur treibhausgasneutralen Wärmeversorgung

Der Markt Hösbach unternimmt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer treibhausgasneutralen Zukunft: Der Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung liegt vor. Er präsentiert eine Analyse, die die Möglichkeiten einer nachhaltigen, effizienten und versorgungssicheren Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 beleuchtet. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und die energetische Sanierung gelegt.

Datengrundlage und Analyse: Drei zentrale Fragen
Die Planung basiert auf einer umfassenden Bestandsaufnahme und der Beantwortung drei zentraler Fragen:

  • Wie wird aktuell geheizt? Die Analyse zeigt die Verteilung bestehender Heizsysteme – von fossilen Brennstoffen bis zu modernen Wärmepumpen.
  • Wo liegt Sanierungspotenzial? Altbauten mit schlechter Dämmung sind zentrale Hebel für Effizienzsteigerung und den Einsatz erneuerbarer Energien.
  • Welche erneuerbaren Energien passen wo? Die Planung berücksichtigt lokale Gegebenheiten und technische Machbarkeit – etwa Wärmepumpen in gut gedämmten Quartieren oder Holzenergie in geeigneten Strukturen.

Zielszenario für 2045: Maßgeschneiderte Lösungen für Hösbach
Der Entwurf präsentiert ein realistisches Zukunftsbild für die Wärmeversorgung in Hösbach. Für jedes Gebiet wurden bevorzugte Technologien identifiziert, wobei die Aspekte Kosten, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit berücksichtigt wurden. Das Ziel besteht darin, keine pauschalen Lösungen zu verfolgen, sondern Strategien zu entwickeln, die auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt sind.

Sanierung als Schlüssel zur Umsetzung
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die energetische Sanierung der Gebäude. Unter der Prämisse einer Sanierungsquote von 1–2 % pro Jahr wird der Markt Hösbach bis zum Jahr 2045 die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung schaffen. Dies führt nicht nur zu einer Senkung des Wärmebedarfs, sondern auch zu einer Steigerung der Effizienz moderner Heizsysteme.

Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit im Fokus
Neben den ökologischen Zielen werden auch die Aspekte der Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit priorisiert. Die erfolgreiche Umsetzung der Wärmeplanung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Energieversorgern und Bürgerinnen und Bürgern. Zur Erreichung der Ziele wurde ein konkreter Maßnahmenkatalog entwickelt.

Nächste Schritte: Bürgerbeteiligung und Maßnahmenkatalog
Am 03. Dezember 2025 findet eine Infoveranstaltung im Bürgersaal (Rathausstraße 3, 63768 Hösbach) statt, bei der die zentralen Inhalte des Entwurfs vorgestellt werden. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Stellung zum Entwurf zu nehmen und eigene Anregungen einzubringen. Detaillierte Informationen zum Entwurf finden Sie hier.


Stand: November 2025

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Das BMWK fördert die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für den Markt Hösbach unter dem Förderkennzeichen 67K27920 (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie).

 

Einladung zur Infoveranstaltung

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Markt Hösbach lädt Sie herzlich zur Infoveranstaltung Kommunale Wärmeplanung ein.

Termin: Mittwoch, 03. Dezember 2025 – 18:00 Uhr
Ort: Bürgersaal Hösbach, Rathausstraße 3, 63768 Hösbach


Die Kommunale Wärmeplanung ist ein gesetzlich vorgeschriebener Prozess, mit dem Kommunen den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufzeigen. Sie dient dazu, den zukünftigen Wärmebedarf einer Kommune zu erfassen und Strategien zu entwickeln, wie dieser effizient und überwiegend aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Nach der Aufnahme des Bestands wurden in den vergangenen Monaten Potenziale ermittelt und ein Zielszenario für das Jahr 2045 erarbeitet. Die bisherigen Teilergebnisse sind auf der Website des Marktes Hösbach einsehbar. Eine fertige Lesefassung der Kommunalen Wärmeplanung wird voraussichtlich Anfang des Jahres 2026 veröffentlicht.

Im Rahmen der Veranstaltung informieren Expertinnen und Experten über folgende Themen:

  • Grundlagen der Wärmeplanung & Zielszenario
    BfT Energieberatungs GmbH
  • Gebäudeenergiegesetz (GEG), Heizungspflichten & Förderungen
    Energieberatung Rettinger
  • Vorstellung „Heimvooorteil“
    Kostenfreie Website zur energetischen Sanierung mit Beratung, Förderinfos und Preisrechner

    Energieagentur Bayerischer Untermain

Im Anschluss laden wir Sie ein, an Thementischen mit den Vortragenden ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich zu informieren und konkrete Fragen zu stellen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen offenen Austausch!

Frank Houben
1. Bürgermeister
 

Startschuss!

Hösbach und Goldbach beginnen mit kommunaler Wärmeplanung
gemeinsam mit E-Werk und Ing.-Büro BfT

Mit dem Startschuss der kommunalen Wärmeplanung in Hösbach und Goldbach wird von beiden Gemeinden ein klares Zeichen gesetzt. Sie gehören damit zu den ersten im gesamten Landkreis Aschaffenburg, die mit der Umsetzung dieser Aufgabe beginnen. Wichtig für beide Gemeinden: Mit der BfT Energieberatungs GmbH aus Hösbach und dem E-Werk Goldbach-Hösbach hat man zwei regionale Unternehmen an der Seite, die die geopolitischen, demografischen und topografischen Gegebenheiten vor Ort kennen und deshalb die individuellen Bedürfnisse verstehen und berücksichtigen.

Bedeutung der Wärmeplanung für Hösbach und Goldbach
Durch die Kommunale Wärmeplanung bekommen die Gemeinden Planungssicherheit. Die frühzeitige Herangehensweise sorgt für Klarheit bezüglich des Aufwands und der Kosten. Dass das E-Werk und BfT mit an Bord sind, ist von entscheidender Bedeutung. Zu der Erfahrung und Expertise, die beide Unternehmen aufweisen, kommt beim E-Werk noch seine Rolle als Netzbetreiber hinzu, um Wärmenetze und -anlagen aus-, um- oder neu zu bauen. Verbraucherinnen und Verbraucher können dann anhand des fertigen Wärmeplans für ihre Straße und ihr Wohnhaus eindeutig sehen, welche Heiztechnologien in Zukunft effizient und umsetzbar sind und wann eventuell ein Umstieg auf eine neue Heizart besonders vorteilhaft ist.

Warum braucht man eine Wärmeplanung?
Im Dezember 2023 wurde das Wärmeplanungsgesetz von der Bundesregierung beschlossen. Die Pflicht zur Umsetzung liegt bei den Bundesländern, welche diese auf ihre Kommunen übertragen haben. Als Marktgemeinden mit jeweils über 10.000 Einwohnern müssen Hösbach und Goldbach laut Gesetz bis zum 30.06.2028 einen Wärmeplan vorlegen, da sich beide Gemeinden aber der Bedeutung des Themas bewusst sind, soll der Plan bereits Ende 2025 fertiggestellt sein.

Kommunale Wärmeplanung kurz erklärt
Die Wärmeversorgung der Menschen in Deutschland soll klimafreundlicher werden und sicher bleiben. Dafür ist eine schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energiequellen und moderne Wärmetechnik sowie ein Aus- und Umbau der Wärmenetze notwendig. Ziel ist es auch, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu stärken. Dabei ist die Zusammenarbeit der Kommunen mit Stadtwerken und anderen Akteuren der Energiebranche unerlässlich.

Bürgerinnen und Bürger können anhand der Wärmepläne ihrer Kommune sehen, ob und wann gegebenenfalls

  • die Möglichkeit besteht, sich an ein Wärmenetz anschließen zu lassen, oder
  • eine Wärmepumpe mit Anschluss ans Stromnetz besonders geeignet ist, oder
  • eine Gasheizung mit klimaneutralen Gasen wie Biomethan oder Wasserstoff vor Ort betrieben und möglicherweise umgerüstet werden kann, oder
  • eine weitere Option, die sich aus den Planungen ergibt.

Fragen auf dem Weg in Richtung Wärme-Zukunft
Für Hausbesitzer stellen sich viele Fragen zur Gebäudesanierung oder Heizungsumrüstung. Der Wärmeplan hilft bei deren Beantwortung. Wichtig ist es, nicht übereilt zu handeln, die kommenden Informationen zum Wärmeplan abzuwarten und bei Bedarf bestehende Beratungsangebote zu nutzen. 

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Das BMWK fördert die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für den Markt Hösbach unter dem Förderkennzeichen 67K27920 (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie).

Bestands- und Potenzialanalysen der kommunalen Wärmeplanung für Goldbach und Hösbach vorgestellt

„Wenn man so möchte, ist das die zweite von insgesamt fünf Stufen, die wir bis zu einem fertigen Wärmeplan absolvieren müssen“, sagt Simon Sauer, Geschäftsführer der BfT Energieberatungs GmbH in Hösbach. „Nachdem wir beide Gemeinden bei der Eignungsprüfung in verschiedene Gebiete aufgeteilt hatten, haben wir nun analysiert, wie private Haushalte, Unternehmen und die Verwaltungen heizen. Ziel war es, herauszufinden, welcher Bedarf auf der einen Seite und welche Möglichkeiten auf der anderen Seite bestehen, die Wärmeversorgung in Zukunft ohne fossile Brennstoffe zu gewährleisten.“

Berücksichtigung vieler Faktoren
Hierfür wurden seitens BfT eine Vielzahl an Daten ausgewertet. Womit werden die Gebäude aktuell beheizt? Wie alt ist die durchschnittliche Bausubstanz? Wo gibt es Freiflächen, auf denen dezentrale Wärmenetze oder solarthermische Anlagen errichtet werden können? Wie lassen sich eventuell schon bestehende Netze nutzen? All diese Informationen flossen in die Potenzialanalyse ein. „Am Ende geht es ja darum, dass wir wissen, in welchem Teil der Gemeinden mit welcher Technik Wärme produziert werden kann.“

Positive Erkenntnisse
Sowohl für die Goldbacher Bürgermeisterin Sandra Rußmann als auch für ihren Hösbacher Amtskollegen Frank Houben sind die Ergebnisse der Analyse ermutigend. „Wir wissen nun, wieviel kWh Wärme wir benötigen – und, was noch viel wichtiger ist, wir wissen, dass es möglich ist, diesen Wärmebedarf mit alternativen Lösungen zu decken“, so Houben. Für Sandra Rußmann ist darüber hinaus noch etwas anderes wichtig: „Oft wird beim Thema erneuerbare Energien auf Missstände und Mängel hingewiesen. Die Wärmeplanung hat da einfach einen anderen und sehr wichtigen Ansatz: Sie zeigt Lösungen auf.“

Alles fängt im Kopf an
Für Thomas Vollmuth, Geschäftsführer des E-Werks, haben die Ergebnisse aber noch eine weitere Dimension. „Wir sind in mehrere Projekte eingebunden, die sich mit der Wärmeversorgung der Zukunft beschäftigen. Und bei allen spürt man vor allem, dass es ein Thema ist, das für ein Umdenken sorgt – nicht nur in Bezug auf das Thema alternative Energie. Es geht auch darum zu erkennen, dass eine Lösung dann am erfolgreichsten ist, wenn alle gemeinsam an ihr arbeiten. Und genau das trifft hier zu. In ein paar Jahrzehnten wird es so sein, dass alle Bewohner eines bestimmten Gebietes auch die gleiche Wärmequelle nutzen. Also ist allen daran gelegen, dass dies die möglichst optimale Technik ist.“

Der nächste Schritt
Die nächste Stufe der Wärmeplanung ist nun die Erstellung sogenannter Zielszenarien und die Entwicklung einer Umsetzungsstrategie. Simon Sauer: „Wir wissen jetzt, was theoretisch möglich ist. Nun geht es darum, was praktisch umgesetzt werden könnte.“

„Die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalysen werden auf den Homepages der beiden Marktgemeinden und unter https://www.ew-goldbach-hoesbach.de/kommunale_waermeplanung veröffentlicht.“

Ein Wärmeplan für Hösbach und Goldbach - Machen Sie mit!

Das Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist es, einen Weg hin zu einer CO2-neutralen Wärmeversorgung zu entwickeln.

In Kooperation mit dem Ingenieurbüro BfT Energieberatungs GmbH und dem E-WERK haben die Märkte Goldbach und Hösbach mit der Kommunalen Wärmeplanung begonnen.

Jetzt sind Sie gefragt!

Sie als Gewerbetreibender können einen wertvollen Beitrag leisten, indem Sie einen Fragebogen beantworten.
Dieser ist online ausfüllbar und über die Homepage des Elektrizitätswerkes Goldbach-Hösbach abrufbar:
https://www.ew-goldbach-hoesbach.de/kommunale_waermeplanung

oder über den nebenstehenden QR-Code.

Im Umgang mit den Daten besteht eine besondere Sorgfaltspflicht!

Für Ihre Bemühungen besten Dank im Voraus.

Bei Fragen wenden Sie sich an bitten an Martin Schwarzkopf von der
BfT Energieberatungs GmbH, Hösbach, per Mail 

Eignungsprüfung im Markt Hösbach für die Kommunale Wärmeplanung

Das Wärmeplanungsgesetz sieht vor, dass für bestimmte Teilgebiete eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden kann. Um solche Teilgebiete zu identifizieren, wird die Eignungsprüfung für das gesamte Kommunalgebiet durchgeführt. Durch Sichtung von vorhandenen Plänen werden jene Teilgebiete identifiziert, für die eine Versorgung durch ein Wärme- oder Wasserstoffnetz mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Innerhalb solcher Teilgebiete wird der Fokus auf Strategien und Maßnahmen im Bereich dezentraler Versorgung gelegt. Bei der Erschließung von Neubaugebieten können angestrebte Versorgungslösungen frühzeitig berücksichtigt werden.

Im Austausch mit der Kommunalverwaltung sowie dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen wurde das Kommunalgebiet anhand vorliegender Informationen auf folgende Kriterien überprüft: Siedlungs- und Nutzungsstruktur, räumlicher Zusammenhang, Höhe des Wärmebedarfs, vorhandene Potenziale für die Erzeugung erneuerbarer Energie, unvermeidbare Abwärme sowie das Vorhandensein von Gas- oder Wärmenetzen. Diese umfassende Bewertung ermöglichte die erste Entscheidungsgrundlage für eine potenzielle Wärmeversorgung im Markt Hösbach auf Basis erneuerbarer Energien.

Die folgenden Ergebnisse sind vorläufig und können sich durch weiterführende Analysen im Rahmen der Bestands- und Potenzialanalyse noch ändern. Die Eignung eines Gebiets für die Durchführung der vollumfänglichen Wärmeplanung gibt keinen Aufschluss über die tatsächliche Umsetzung eines Wärme- oder Wasserstoffnetzes. Das endgültige Ergebnis der Wärmeplanung wird im Abschlussbericht veröffentlicht.

Ergebnis der Eignungsprüfung

Nr.

 Teilgebiete

Ergebnis

1.

 Hösbach Nordwest

vollumfängliche WP

2.

 Gewerbegebiet Kurzwiesen

vollumfängliche WP

3.

 Schul- und Sportflächen

vollumfängliche WP

4.

 Gewerbegebiet Frohnrad

vollumfängliche WP

5.

 Hösbach Südwest

vollumfängliche WP

6.

 Erbsenwinkel

vollumfängliche WP

7.

 Sand

vollumfängliche WP

8.

 Klinger Nord

vollumfängliche WP

9.

 Flunkerhof

verkürzte WP

10.

 Münchhof

vollumfängliche WP

11.

 Wenighösbach

vollumfängliche WP

12.

 Feldkahl

vollumfängliche WP

13.

 FSV Feldkahl

verkürzte WP

14.

 Biohof

verkürzte WP

15.

 Am Golfplatz

verkürzte WP

16.

 Rottenberg

vollumfängliche WP

17.

 Weinbergstraße

verkürzte WP

18.

 Autobahnmeisterei

verkürzte WP

19.

 Kfz-Betrieb

verkürzte WP

20.

 Hösbach Bahnhof

vollumfängliche WP

21.

 Waldkindergarten

verkürzte WP

22.

 Hofladen

verkürzte WP

23.

 Schmerlenbach & Winzenhohl

vollumfängliche WP

24.

 Auf dem Berg

verkürzte WP

25.

 Forstamt

verkürzte WP

26.

 Reitverein

verkürzte WP

N1.

 Ziegeläcker

vollumfängliche WP

N2.

 Neubaugebiet an der Maas

vollumfängliche WP

N3.

 Sternberg

vollumfängliche WP

N4.

 Neubaugebiet Bangert

vollumfängliche WP

 

 

WP = Wärmeplanung


Die Pläne der Teilgebiete sind nachstehend einseh- und abrufbar.

Hösbach Zentrum (JPEG-Bilddatei, 345,76 KB, 26.03.2025)
Hösbach Süd-West (JPEG-Bilddatei, 278,89 KB, 26.03.2025)
Hösbach Süd (JPEG-Bilddatei, 307,34 KB, 26.03.2025)
Hösbach Nord (JPEG-Bilddatei, 297,93 KB, 26.03.2025)
Hösbach Bahnhof (JPEG-Bilddatei, 368,13 KB, 26.03.2025)
Feldkahl (JPEG-Bilddatei, 203,96 KB, 26.03.2025)
Rottenberg (JPEG-Bilddatei, 217,19 KB, 26.03.2025)
Wenighösbach  (JPEG-Bilddatei, 214,93 KB, 26.03.2025)

Erste Ergebnisse

Ingenieurbüro stellt Eignungsprüfung der kommunalen Wärmeplanung vor

14 Gebiete sind es in Goldbach, 26 in Hösbach. Insgesamt also 40 Teilgebiete, in die das Ingenieurbüro BfT die beiden Marktgemeinden unterteilt hat. So lautet eines der Ergebnisse der ersten Phase der kommunalen Wärmeplanung. Nach dem Projektauftakt am 04. November 2024 wurde den beiden Kommunen und dem E-Werk als Netzbetreiber von BfT nun mit der sogenannten „Eignungsprüfung“ der erste Meilenstein vorgestellt. „Im Wesentlichen geht es bei dieser Eignungsprüfung darum, anhand von Daten festzustellen, welche Gebiete zum Beispiel bereits an das Erdgasnetz angeschlossen sind und welche nicht oder wo sich größere Freiflächen befinden oder ob es bereits Gebäude mit einem Nahwärmenetz gibt“, so Simon Sauer, Geschäftsführer des Ingenieur-Büros.

Für diese arbeitsintensive und komplexe Auswertung wurden sogenannte „digitale Zwillinge“ von Goldbach und Hösbach erstellt und dann mit den zur Verfügung stehenden Daten angereichert. Wenn man so möchte eine Art „Google Maps“, das eben nicht anzeigt, wo die nächste Tankstelle oder die nächste Apotheke ist, sondern wo die Gasleitung verläuft oder wo bereits Photovoltaik-Anlagen stehen. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Ingenieure dabei vom E-Werk. „Unsere Erdgas-Spezialisten kennen das Netz natürlich wie ihre Westentasche und haben über jede Leitung sehr exakte Daten, die wir BfT natürlich gerne zur Verfügung gestellt haben“, sagt Thomas Vollmuth, EWG-Geschäftsführer.

Zusätzlich zur Eignungsprüfung wurde eine sogenannte „Bestandsanalyse“ durchgeführt. Denn natürlich ist es nicht nur wichtig zu wissen, welche Form des Heizens zukünftig wo möglich ist, sondern zum Beispiel auch, wieviel GWh Wärme durch welche Versorgungsart verbraucht wird. Wo wird aktuell mit Strom geheizt, wo werden Holzpellets eingesetzt, wer verbraucht Erdgas und wer Solarthermie? „Es ist hochinteressant und sehr spannend zu sehen, wie sich nach und nach aus diesen vielen unterschiedlichen Daten ein Bild ergibt, aus dem später abgleitet wird, wie wir das Thema kommunale Wärme in Zukunft angehen müssen“, meint der 2. Bürgermeister von Hösbach, Harald Sauer.

Und auch seiner Goldbacher Amtskollegin, 1. Bürgermeisterin Sandra Rußmann, ist anzumerken, wie wichtig ihr dieses Thema ist. „Ich denke, dass gerade die Wärmewende eine der großen zukünftigen Herausforderungen für unsere Gesellschaft – und damit natürlich auch unsere beiden Gemeinden – darstellt. Wenn man dann diese Karten und Daten sieht bekommt man ein Gefühl dafür, wie viel Arbeit auf alle Beteiligten in den nächsten Jahren zukommt.“ Umso froher sei sie, dass sie mit BfT und dem E-Werk zwei absolute Profis mit im Boot habe.